Institute for Inorganic Chemistry

Prof. em. Dr. Hansgeorg Schnöckel

curriculum vitae

Hansgeorg Schnöckel, geboren in Marienburg, Westpreussen, studierte an der Universität Münster Chemie, wo er unter Anleitung von H.J. Becher 1970 mit der Arbeit über spektroskopische Untersuchungen von borhaltigen Molekülen promoviert wurde.
 Anschließend beschäftigte er sich mit Matrixuntersuchungen von reaktiven Hochtemperaturmolekülen, über die er sich 1981 habilitierte.

1987 wurde er zum Professor an der Universität Münster ernannt und folgte 1989 einem Ruf auf eine Professur am Institut für Anorganische Chemie der Universität München.

Seit 1993 hat er die Professur für Analytische Chemie an der Universität Karlsruhe inne. Seine Forschungsinteressen, die sich ursprünglich auf spektroskopische und quantenchemische Untersuchungen reaktiver Moleküle konzentrierten, haben sich in den letzten Jahren zunächst auf die Synthesechemie mit Aluminium- und Gallium(I)-Halogeniden (z.B. AlCp*, GaCp*, Al4Cl4, Ga8I8), und neuerdings auf die Darstellung metalloider Al- und Ga-Clusterverbindungen verlagert.

Die Synthese solcher Clustereinheiten mit Abmessungen bis in den Nanomaßstab und die Untersuchungen zur geometrischen und elektronischen Struktur mit experimentellen und quantenchemischen Methoden
stehen seit kurzem im Zentrum der Forschungsaktivitäten, da es gilt, dem Aufbau und Abbau von metalloiden Clustern als Intermediate auf dem Weg vom Metallatom zum bulk-Material näher zu kommen.

Forschungsinteressen

Seine Forschungsinteressen, die sich ursprünglich auf

[1]  spektroskopische und quantenchemische Untersuchungen reaktiver Moleküle

konzentrierten, haben sich in den folgenden Jahren zunächst auf die

[2]  Synthesechemie mit Aluminium- und Gallium(I)-Halogeniden

(z. B. AlCp*, GaGp*, Al4Cl4, Ga8I8), und neuerdings auf die

[3] Darstellung metalloider Al- und Ga-Clusterverbindungen

verlagert.

Die Synthese solcher
[4] Clustereinheiten mit Abmessungen bis in den Nanomaßstab
und die Untersuchungen zur geometrischen und elektronischen Struktur mit experimentellen und quantentechnischen Methoden stehen seit kurzem im Zentrum der Forschungsaktivitäten, da es gilt, dem Aufbau und Abbau von nanoskaligen metalloiden Clustern als Intermediaten auf dem Weg zum bulk-Metall näher zu kommen. Als besonders spektakuläres Ergebnis ist hierbei der kürzlich erstmals gelungene Abbau eines nanoskaligen metalloiden Ga19-Clusters in der Gasphase zu nennen. Um eines dieser Ziele, d. h. Einblicke in den Lösungsprozess von Metallen, zu erreichen, wurden

[5] massenspektrometrische Untersuchungen

mit Hilfe eines FT-ICR Spektrometers durchgeführt.